Moderner Kirchenbau – Kirkelandet Kirke

Dieser Stopp musste noch sein, die Kirkelandet Kirke von 1964 in Krisitansund. Die Kirche gilt als erstes wirklich modernes Kirchengebäude Norwegens. Der Architekt Odd Østbye gab dem Gebäude eine Form, die völlig mit der traditionellen Kirchenarchitektur bricht. Die architektonische Idee hinter der Kirkelandet-Kirche lautet „Bergkrystall in roses“, d. h. die Kirche soll wie ein leuchtender Kristall inmitten der Rosen am Westhang erstrahlen. Der Künstler Gunnar S. Gundersen war für die Innenausstattung verantwortlich, darunter die Buntglasfenster, die zur besonderen Beleuchtung hinter dem Altarbild beitragen. Mit einer Raumhöhe von 30m und durch die 320 Glasfenster wird eine Atmosphäre geschaffen, die den Besucher total in den Bann zieht. Der Kirchenraum ist unbeschreiblich harmonisch und überwältigend schön. Bei meinem Kunstgeschichte-Studium habe ich mich mit dem modernen Kirchenbau intensiv beschäftigt, daher auch mein grosses Interesse an dieser Architektur. Kein Wunder, dass diese Kirche zum „Bauwerk 1905-2005“ nominiert wurde. Der Innenraum ist ganz was besonderes, meditativ, inspirierend, beruhigend, ein Eintauchen in eine andere Welt.

Über die Weiterfahrt nach Trondheim gibt es so gut wie gar nichts zu berichten. Es hat nur geregnet!!!! Keine Fotos nix!!!! Auch in Trondheim nicht viel besser, aber bei Besichtigungen geht das irgendwie, weil man die Regengüsse irgendwo aussitzen kann oder sowieso wo drinnen ist.

Aus Nidaros wird Trondheim

In der drittgrößten Stadt Norwegens Trondheim – ehemals Nidaros – gibt es einiges zu erkunden. Ausgestattet mit unseren gelben Jäckleins machten wir uns auf den Weg zum Nidarosdom. Der Dom gehört zu den wichtigsten Kirchen in Norwegen. Er ist auf dem Grab von König Olav Haraldsson erbaut, der bei der bedeutenden Schlacht von Stiklestad fiel. Die Schlacht steht heute für die Einführung des Christentums in Norwegen. Die Bedeutung der Schlacht wurde von nachfolgenden Generationen, insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert, symbolhaft überhöht, indem mit ihr der Gedanke einer einheitlichen norwegischen Nation verbunden wurde. Der Nidarosdom ist ein beeindruckendes Bauwerk mit einer langen wechselhaften Baugeschichte.

Unweit vom Dom befindet sich die alte Stadtbrücke – die Gamle Bybrua. Der Legende nach, bringt die Brücke den Überquerenden Glück. Wetterglück können wir schon brauchen. Vielleicht klappt es ja. Wir gingen drüber und warfen einen raschen Blick auf die bunten Speicherhäuser an den Ufern des Flusses Nidelva. Es hat nicht geklappt, denn am gegenüberliegenden Ufer begann es bereits wieder zu regnen. Den Regenguss warteten wir in einem kleinen Cafe mit Kaffee und Zimtschnecken ab.

Im Reiseführer wurde auch das Nidelva-Vierterl als besonders sehenswert beschrieben. Also nutzten wir die nächste Regenpause für den Spaziergang dort hin. Die alten Lagerhallen wurden zu einem großen Einkaufszentrum umgebaut. An der Promenade reihen sich mehrere Restaurants aneinander. Das war sehr fein, denn die nächsten großen Regentropfen platschten schon wieder herunter. Rein ins Restaurant Egon, wo wir uns in den Plüschfellen zusammen kuschelten. Mit Bier und Wein feierten wir in Egons Wintergarten unter dem Heizschwammerl entspannt unseren 7. Hochzeitstag. Es war richtig gemütlich während der Regen meditativ auf das Glasdach tropfte.

Rockheim – Musik liegt in der Luft

Musikalisch und beschwingt ging der Tag weiter im Rockheim, einem speziellen Museum, das sich mit der norwegischen Popmusik beschäftigt. Wir waren neugierig, ob wir Künstler, die in der Institution gewürdigt werden, kennen. Wir bekamen einen musikalischen Überblick über die Entwicklung der Popmusick von den 60er Jahren bis heute. Die norwegischen Künstler waren natürlich auch von der internationalen Musikszenen beeinflusst. Daher kamen uns so manche Melodien bekannt vor.

Rockheim Norwegen

Witzig war die inszenierte Fahrt entlang der Küste mit dem Bus zum vise & lyrikk festival in Haugesund, 1. bis 4. Juli 1971. Wir sassen quasi in einem Reisebus und über die Kopfhörer bekamen wir die norwegische Version von happy sound der frühen 80er Jahre eingespielt.

In der Hall of Fame machten wir Bekanntschaft mit Ase Keveland, die 1966 beim Eurovision Song Contest den 3. Platz mit Intet er nytt under solen belegte. Udo Jürgens holte damels mit Merci den 1. Platz für Österreich.

Im Jahr 2003/2004 wurde der Song She’s so High, geschrieben von dem kanadischen Sing a Song Writer Tal Bachmann, durch die gecoverte Version des norwegischen Sängers Kurt Nilsen (bekannt als Gewinner von World Idol) nochmals sehr populär. Nilsen war damit mehrere Wochen Nr. 1 in den Norwegischen Charts.

Meine absolute Entdeckung im Rockheim war Gaute Ormasen (vorher noch nie gehört). Mit Chaising Rainbows (Luftschlösser bauen, Träumen hinterherjagen) verdrängte er 2003 Kurt Nilsen vom Platz 1 in den Charts. Ausserdem war er mit seiner Band 2022 Teilnehmer am Songcontest.

Chaising Rainbows Gaute Ormasen

Chaising Rainbows

Unbedingt anhören 🙂

Vielleicht ist es gerade der Text, der mich so richtig abgeholt hat, weil wir so viel Regen bisher in Norwegen hatten. Nein, es ist doch etwas mehr. Welche Träume verfolgt ihr?

Chaising Rainbows

I can see the horizon
Every cloud running away
And in the sky, recreated
Promises painted with faith

And so far away
( so close, and yet)
So far away

Even if it’s raining
The sun will shine
Can you see the colour
Falling from the sky
Now, don’t you worry baby
It’ll be alright
And what tomorrow brings, baby, only heaven knows
Everybody’s chasing the rainbow

And what ever the weather
We can find our way of go
Dreaming ‚bout something better
And when we’re dreaming, the brighter it goes

And so far away
( so close, and yet)
So far away (It’s getting closer, closer)

Even if it’s raining…

Feel it getting brighter baby
Do you see the light
Get a little closer, honey
It’ll be alright

Even if it’s raining…

… we ride on to the North Cape!

#motorradfahren #motorradreisen #bmwadventure #abenteuer #reiselust #pillionrider #kleineabenteuer #adventure #welterfahrung #norwegen #geiranger #trollstigen

Unsere Motorradreisen

Alle Länder von A-Z.

Ami & Pi

Ami + Pi reisen gemeinsam mit einer BMW GS 1200 Adventure seit 2013. Auch mit 66+ ist noch lange nicht Schluss.

Leave a Reply